ASK 13 Drucken

ASK13Im Jahre 1966 wurde die Serienproduktion der Ka 7 zugunsten des neuen Musters ASK 13 eingestellt. Getreu Schleichers Politik ist die ASK 13 eine Weiterentwicklung der Ka 7, von der viele Bauelemente übernommen wurden. Wesentlich verändert wurden jedoch der Rumpf und vor allem die Flügelanordnung als Mitteldecker.

Der Rumpf mit einer der Ka 7 sehr ähnlichen Silhouette wurde mit dem Ziel einer besseren Aerodynamik und größerer Bequemlichkeit für den Piloten vollkommen überarbeitet. Das Gerüst ist eine Stahlrohrkonstruktion. Die Breite am Hauptspant wurde um 8 cm angehoben.


Die im Vergleich zum Rhönadler wesentlich bessere Gerüstummantelung umfasst:

  • eine GFK-Verkleidung des Rumpfvorderteils,
  • einen abgerundeten, mit Sperrholz beplankten Rumpfrücken,
  • entlang des Rumpfes verlaufende Kiefernholzleisten, die dem Querschnitt durch Facettierung eine ovale Form geben.

Rumpf und Flügelwurzel haben einen aerodynamischen Übergang. Die Holme der beiden Flügelhälften werden mit zwei Bolzen (in Flugrichtung) miteinander verbunden. Vor den Holmen greift je ein an der Wurzelrippe befestigter Bolzen in das rumpffeste Auge ein. Hinten, nahe der Flügelhinterkante, ist je ein Bolzen in Flugrichtung durch die Beschläge an Flügel und Rumpf zu stecken, um die Querkraft zu übertragen.

ASK13Das Steuergestänge von Querruder und Bremsklappe ist von Hand anzuschließen. Der gesamte Rumpf ist stoffbespannt. Die GFK-Sitzschalen für die beiden Piloten sind hintereinander angeordnet. Die einteilige, große Plexiglashaube wird nach rechts geöffnet. Das Landegestell besteht aus einer langen, gefederten und in den Rumpf integrierten Holzkufe. Das hinter dem Schwerpunkt angeordnete, halbfreie 380-mm-Rad ist gummigedämpft und kann nach Ausfahren der Störklappen gebremst werden. Am Rumpfende befindet sich ein Stahlsporn mit Gummidämpfer.

Die ASK13 hat eine F-Schleppkupplung in der Lüftungsöffnung in der Nase und eine Windenkupplung in Höhe des Vordersitzes unten an der linken Kufenseite. Die Spannweite des zweiteiligen Tragflügels beträgt 16 m. Nicht nur in ihrer Form, sondern auch in ihrer Bauweise ähneln die Flügel der ASK13 denen der Ka 2b und der Ka 7. Unterschiedlich ist lediglich die aus aerodynamischen Gründen nach hinten ausgerundete Flügelendleiste an der Wurzel.

Der Prototyp der ASK 13 mit dem Kennzeichen D-5701 flog im Juli 1966 zum erstenmal über der Wasserkuppe. Von 1966 bis 1977 wurden 585 Exemplare gebaut.

 
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