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Aufbau von Segelflugzeugen Drucken

DuoDiscus_aufbauSegelflugzeuge können auf- und abgebaut werden. Sie werden dazu in einem für dieses Flugzeug entsprechenden Hänger auf sehr kleinem Raum verstaut, damit diese großen Flugzeuge auch einfach transportiert werden können, z. B. beim Rückholen nach einer Außenlandung zum Heimatflugplatz. Aber auch im Herbst zur Überwinterung werden die Flugzeuge so Platz sparend und geschützt vor Umwelteinflüssen praktisch verstaut. Hier finden Sie eine kurze Beschreibung über das Aufbauen eines Segelflugzeuges, als Beispiel dient dazu unser vereinseigener Duo Discus.

DuoDiscus_aufbauIn solch einem Hänger sind Segelflugzeuge mit Spannweiten von bis zu 25 oder gar 30m untergebracht. Um sie dort hineinzubekommen, kann man die Flügel, welche oft auch aus drei oder vier Teilen bestehen, abnehmen. Sie werden links und rechts seitlich des Rumpfes hineingeschoben. Auch das Höhenleitwerk ist abmontierbar und ist oben im Hänger Platz sparend aufgehängt. Zum Aufbauen des Segelflugzeuges geht man genau in umgekehrter Reihenfolge vor.

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Zunächst wird der Rumpf aus dem Hänger herausgezogen. Dazu gleitet der Rumpf in einer Haltevorrichtung auf einer Schiene herunter. Das Fahrwerk ist dabei noch eingefahren.




Nun werden die Flügel vorsichtig aus dem Hänger gezogen, begonnen wird hDuoDiscus_aufbauier mit dem linken. Je nach Flugzeugtyp können die Flügel ein erhebliches Gewicht haben, deshalb sind zum Zusammenbau normalerweise zwei bis drei Personen notwendig. Es gibt jedoch auch Hilfsmittel, die einem die Arbeit erleichtern können. Hier im Bild sieht man eine Flächenstütze, die während des Einsteckens des zweiten Flügels den Flächenhalter überflüssig macht. Es gibt auch komplette Aufbauhilfen, die den Flügel während des Herausziehens aus dem Hänger im Schwerpunkt drehbar lagern. Mit so einer Hilfe kann das Flugzeug von nur einer Person aufgebaut werden.

DuoDiscus_aufbauWährend des Einsteckens der Flächen wird darauf geachtet, dass die Ruder- und Klappenanschlüsse nicht beschädigt werden. Bei älteren Segelflugzeugen müssen die Ruder häufig manuell mit der Steuerung verbunden werden. Hier ist größte Sorgfalt geboten, damit nach dem Zusammenbau alles sicher und korrekt funktioniert. Die beiden Flügel werden mit Bolzen fixiert und die Bolzen wiederum werden gesichert.



Jetzt müssen noch dieDuoDiscus_aufbau restlichen Flugzeugteile angebaut werden. Ansteckflügel haben den Sinn, den kompletten Flügel während der Transportphase teilbar zu machen. Manchmal gibt es zum gleichen Flugzeug auch verschieden lange Ansteckflügel, wodurch für unterschiedliche Bedingungen die Flugeigenschaften des Segelflugzeuges angepasst werden können. Winglets, das sind nach oben gebogene Flügelenden, werden zuletzt angesteckt. Schließlich wird auch noch das Höhenleitwerk angebracht, was häufig mit Steck- und Schraubvorrichtungen durchgeführt wird. Ist alles Zusammengebaut, muss das Flugzeug noch "gecheckt" werden. Bei älteren Flugzeugen, die nur mit viel manuellen Aufwand montierbar sind, empfiehlt es sich, diesen Check von einer weiteren am Zusammenbau nicht beteiligten Person zusätzlich durchführen zu lassen. Dies erhöht die Sicherheit, damit alles korrekt und sicher angebracht worden ist.

Endlich, wo das Flugzeug mit nur noch wenigen Handgriffen startklar gemacht wird, steht einem erlebnisreichem Flug nichts mehr im Wege.

 
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