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Die Flugsaison 1967 war die bislang erfolgreichste in der Vereinsgeschichte.
Sämtliche Starts wurden erstmals mit Flugzeugschlepp durchgeführt.
Bereits Anfang Mai wurden die ersten 300 km-Flüge durchgeführt.
Weiden-Bamberg-Eichstätt-Weiden war die Standardstrecke.
Insgesamt wurden elf 300 km-Dreiecke, zwei 300 km-Zielflüge und ein 500 km-Dreieck,
erflogen.
Max Hahn erflog zum erstenmal mit seinem 500 km-Dreieck eine
deutsche Bestleistung mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von
63 Stundenkilometern.
Aber die Saison 1968 sollte noch alle Erwartungen übertreffen. Die
Vereinsmannschaft Max Hahn, Josef Häupl und Herrmann Kopp
wurde in der Wertung mit ihren 530 km, 502 km und 370 km Flügen
Deutscher Meister. Josef Häupl erhielt außerdem als erster in
unserem Gebiet das goldene Leistungsabzeichen mit drei Diamanten.
Seit Existenz der Segelfliegerei hatten im ganzen Bundesgebiet
lediglich rund 70 Segelflieger das Abzeichen erflogen.
Folgende Flugleistungen müssen erbracht werden:
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500 km Streckenflug |
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300 km Zielflug |
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5.000 m Startüberhöhung |
Max Hahn und Josef Häupl überboten die Deutsche Bestleistung
im 100 km Dreiecks-Geschwindigkeitsflug von 80 km/h auf 88 bzw.
91 km/h.
Beide Flüge wurden als Deutsche Bestleistung anerkannt. Beim Saisonabschluss
wurden die Piloten geehrt, aber auch alle Mitglieder,
die durch ihren hohen idealistischen Arbeitseinsatz diese Erfolge
erst möglich gemacht hatten.
Angespornt durch diese großartigen Leistungen, begann das neue
Vereinsjahr 1969 in der Hoffnung, ebenfalls wieder kräftig im bundesdeutschen
Leistungssegelflug mitzumischen.
Bereits vor Saisonbeginn im März ließ eine Ostwetterlage Wellenflug
zu. Die Stummung im Verein erreichte eien Höhepunkt. Sechs
Piloten erflogen Höhen von 5000 m über Grund, drei davon (Röscher, Kopp und Gebauer)
erlangten ihre Gold-C-Höhe.
Ein Presseecho zu diesem Ergebnis: "Wenn der Böhmische pfeift,
steht die Welle und die Weidner Segelflieger werden zu Wellenreitern"
Rohbau des SG 38 vor dem Rathaus

Bau des Schulgleiters SG 38

Fluglehrer des Vereins

Hallenbau in Latsch

Vor der Fliegerbaracke in den Naabwiesen
Fliegerischer Höhepunkt war die erstmalige Austragung der Oberpfalzmeisterschaften
in Weiden vom 9. -15. August. Josef Häupl
wurde unangefochten, mit 600 Punkten Vorsprung Sieger.
Beim dezentralen Deutschen Segelflugwettbewerb errang der
AERO-Club mit den Piloten Hahn, Höhne und Mertgen gleich zwei
Deutsche Meistertitel, und zwar Max Hahn in der Clubklasse mit
seinen 374, 320 und 320 km Flügen, und die Mannschaft Hahn,
Höhne, Mergen ebenfalls mit den gleichen Leistungen. In diesem
Jahr verstarb der langjährige, ehemalige Vorsitzende Hans Bauer.
Mit ihm verlor der Verein einen Pionier des Luftsports. Seine Arbeit
und sein Einsatz schufen erst die Grundlagen für die weitere erfolgreiche
Entwicklung des Vereins.
Auch der Flugzeugpark wurde 1969 um einen Bergfalken II, und
einen modernen Kunststoffsegler Phöbus erweitert. 1970 stellte
der Verein zum erstenmal in seiner Geschichte den Sieger einer zentralen
Bayerischen Segelflugmeisterschaft. Josef Häupl belegte in IIlesheim
in der Standardklasse den ersten, und Max Hahn, ebenfalls
Standardklasse den vierten Platz. Mit ihren Plätzen holten sie sich
die Berechtigung zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in
Brückeburg. Aber damit war die Erfolgsserie des Vereins noch nicht
abgebrochen. Trotz der schlechten Wetterlagen erflogen sich Max
Hahn, Otto Hain und Heribert Röscher wiederum den Sieg bei den
dezentralen Deutschen Meisterschaften.
Max Hahn wartete noch mit einer weiteren Deutschen Bestleistung
auf.
Am 29.8. flog er das Dreieck Weiden-Haßfurt-Eichstätt-Weiden
mit einer Geschwindigkeit von 93,2 km/h und übertraf seine vorjährige
Bestleistung um nahezu 11 km/h.
Ein weiteres herausragendes Ereignis war der Kauf des neuen ver-
einseigenen Motorflugzeuges, der Cessna 172 Reims-Rocket.
All dies ließ den Verein mit Genugtuung auf 1970 zurückblicken.
Dieses Bild wurde noch abgerundet, als man im Oktober einen Zuschuß
von 75.000,- DM vom Bayer. Staat erhielt, um das geplante
Hallenprojekt zu finanzieren.
1971 stand im Zeichen der Finanzierung des Hallenbaus. Der 1.
Vorstand Kurt Rohnke war nahezu ständig mit Telefon- und Schriftverkehr,
Rücksprachen mit Abgeordneten und Vertröstungen der
am Bau beschäftigten Firmen beschäftigt.
Durch Zusammenwirken aller Kräfte aus Wirtschaft, Politik und des
Vereins gelang es schließlich doch die Hindernisse zu überwinden
und die Hallenfinanzierung zu einem Abschluß zu bringen.
Mit der Fertigstellung der Halle II gelangte der Verein so ziemlich an
die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit.
Zur gleichen Zeit schufen aus privaten Mitteln Werner Koppmann
und Heribert Röscher eine weitere Flugzeugeinstellhalle, die für sieben
Maschinen Unterstellraum bietet. Wieder einmal trat der Verein
den Beweis an, dass die erfolgreiche Entwicklung nur dann zustande
kommt, wenn die Mitglieder die Voraussetzung dafür schaffen, dass
sie neben entsprechenden Eigenleistungen auch finanzielle Opfer
für die Sache bringen.
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