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Chronik von 1950 - 1970 Drucken
Beitragsinhalt
1950
1953
1956
1960
1964
1967
Die Flugsaison 1967 war die bislang erfolgreichste in der Vereinsgeschichte.

Sämtliche Starts wurden erstmals mit Flugzeugschlepp durchgeführt. Bereits Anfang Mai wurden die ersten 300 km-Flüge durchgeführt. Weiden-Bamberg-Eichstätt-Weiden war die Standardstrecke.

Insgesamt wurden elf 300 km-Dreiecke, zwei 300 km-Zielflüge und ein 500 km-Dreieck, erflogen.

Max Hahn erflog zum erstenmal mit seinem 500 km-Dreieck eine deutsche Bestleistung mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 63 Stundenkilometern.

Aber die Saison 1968 sollte noch alle Erwartungen übertreffen. Die Vereinsmannschaft Max Hahn, Josef Häupl und Herrmann Kopp wurde in der Wertung mit ihren 530 km, 502 km und 370 km Flügen Deutscher Meister. Josef Häupl erhielt außerdem als erster in unserem Gebiet das goldene Leistungsabzeichen mit drei Diamanten. Seit Existenz der Segelfliegerei hatten im ganzen Bundesgebiet lediglich rund 70 Segelflieger das Abzeichen erflogen.

Folgende Flugleistungen müssen erbracht werden:

  500 km Streckenflug
  300 km Zielflug
  5.000 m Startüberhöhung


Max Hahn und Josef Häupl überboten die Deutsche Bestleistung im 100 km Dreiecks-Geschwindigkeitsflug von 80 km/h auf 88 bzw. 91 km/h.

Beide Flüge wurden als Deutsche Bestleistung anerkannt. Beim Saisonabschluss wurden die Piloten geehrt, aber auch alle Mitglieder, die durch ihren hohen idealistischen Arbeitseinsatz diese Erfolge erst möglich gemacht hatten.

Angespornt durch diese großartigen Leistungen, begann das neue Vereinsjahr 1969 in der Hoffnung, ebenfalls wieder kräftig im bundesdeutschen Leistungssegelflug mitzumischen.

Bereits vor Saisonbeginn im März ließ eine Ostwetterlage Wellenflug zu. Die Stummung im Verein erreichte eien Höhepunkt. Sechs Piloten erflogen Höhen von 5000 m über Grund, drei davon (Röscher, Kopp und Gebauer) erlangten ihre Gold-C-Höhe.

Ein Presseecho zu diesem Ergebnis: "Wenn der Böhmische pfeift, steht die Welle und die Weidner Segelflieger werden zu Wellenreitern"

Chronik2

Rohbau des SG 38 vor dem Rathaus


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Bau des Schulgleiters SG 38


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Fluglehrer des Vereins


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Hallenbau in Latsch


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Vor der Fliegerbaracke in den Naabwiesen


Fliegerischer Höhepunkt war die erstmalige Austragung der Oberpfalzmeisterschaften in Weiden vom 9. -15. August. Josef Häupl wurde unangefochten, mit 600 Punkten Vorsprung Sieger.

Beim dezentralen Deutschen Segelflugwettbewerb errang der AERO-Club mit den Piloten Hahn, Höhne und Mertgen gleich zwei Deutsche Meistertitel, und zwar Max Hahn in der Clubklasse mit seinen 374, 320 und 320 km Flügen, und die Mannschaft Hahn, Höhne, Mergen ebenfalls mit den gleichen Leistungen. In diesem Jahr verstarb der langjährige, ehemalige Vorsitzende Hans Bauer. Mit ihm verlor der Verein einen Pionier des Luftsports. Seine Arbeit und sein Einsatz schufen erst die Grundlagen für die weitere erfolgreiche Entwicklung des Vereins.

Auch der Flugzeugpark wurde 1969 um einen Bergfalken II, und einen modernen Kunststoffsegler Phöbus erweitert. 1970 stellte der Verein zum erstenmal in seiner Geschichte den Sieger einer zentralen Bayerischen Segelflugmeisterschaft. Josef Häupl belegte in IIlesheim in der Standardklasse den ersten, und Max Hahn, ebenfalls Standardklasse den vierten Platz. Mit ihren Plätzen holten sie sich die Berechtigung zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in Brückeburg. Aber damit war die Erfolgsserie des Vereins noch nicht abgebrochen. Trotz der schlechten Wetterlagen erflogen sich Max Hahn, Otto Hain und Heribert Röscher wiederum den Sieg bei den dezentralen Deutschen Meisterschaften.

Max Hahn wartete noch mit einer weiteren Deutschen Bestleistung auf.

Am 29.8. flog er das Dreieck Weiden-Haßfurt-Eichstätt-Weiden mit einer Geschwindigkeit von 93,2 km/h und übertraf seine vorjährige Bestleistung um nahezu 11 km/h.

Ein weiteres herausragendes Ereignis war der Kauf des neuen ver- einseigenen Motorflugzeuges, der Cessna 172 Reims-Rocket. All dies ließ den Verein mit Genugtuung auf 1970 zurückblicken. Dieses Bild wurde noch abgerundet, als man im Oktober einen Zuschuß von 75.000,- DM vom Bayer. Staat erhielt, um das geplante Hallenprojekt zu finanzieren.

1971 stand im Zeichen der Finanzierung des Hallenbaus. Der 1. Vorstand Kurt Rohnke war nahezu ständig mit Telefon- und Schriftverkehr, Rücksprachen mit Abgeordneten und Vertröstungen der am Bau beschäftigten Firmen beschäftigt.

Durch Zusammenwirken aller Kräfte aus Wirtschaft, Politik und des Vereins gelang es schließlich doch die Hindernisse zu überwinden und die Hallenfinanzierung zu einem Abschluß zu bringen.

Mit der Fertigstellung der Halle II gelangte der Verein so ziemlich an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit.

Zur gleichen Zeit schufen aus privaten Mitteln Werner Koppmann und Heribert Röscher eine weitere Flugzeugeinstellhalle, die für sieben Maschinen Unterstellraum bietet. Wieder einmal trat der Verein den Beweis an, dass die erfolgreiche Entwicklung nur dann zustande kommt, wenn die Mitglieder die Voraussetzung dafür schaffen, dass sie neben entsprechenden Eigenleistungen auch finanzielle Opfer für die Sache bringen.



 
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