LS-4 Drucken

LS4Das Standard-Klasse-Segelflugzeug LS-4 ist das bisher erfolgreichste Segelflugzeug des Hauses Rolladen-Schneider. Seit dem Erstflug im Jahre 1980 sind, wenn man die Nachfolgemodelle LS-4a und LS-4b mit einrechnet, mehr als 1.000 Exemplare gebaut worden. Nachdem in den ersten Jahren vorwiegend Leistungspiloten das Flugzeug kauften, findet man die LS-4 nun fast in jedem Verein und erfreut sich großer Beliebtheit.

In der Tat war die LS-4 ein führendes Wettbewerbsflugzeug, hat aber gleichzeitig so problemlose Flugeigenschaften, dass es ohne Schwierigkeiten im Vereinsflugbetrieb eingesetzt werden kann.


Bevor nun die LS-4 näher beschrieben wird, muss auf ihr Vorgängerflugzeug, die LS-3 Standard eingegangen werden. Wie schon der Bezeichnung zu entnehmen ist, handelt es sich um eine Standardversion des Wölbklappen-Flugzeuges LS-3. Unter der Leitung von Hans-jörg Streifeneder, der von 1975 bis 1980 bei Rolladen-Schneider beschäftigt war, wurde der Flügel mit fixierter Wölbklappenstellung null Grad in den Formen der LS-3 mit einer zusätzlichen Profiländerung im Wurzelbereich gebaut. Erstaunlich gute Flugleistungen kamen bei dem Einzelstück mit dem Kennzeichen D-6776 heraus. Die LS-3 Standard trug zuerst die Wettbewerbsnummer OU und war dann viele Jahre bis 1991 mit dem Kennzeichen EI bei Charly Bauder in Blaubeuren. 1980 wurde Hans Glöckl in Aalen Deutscher Meister in der Standard-Klasse mit dem Einzelstück LS-3 Standard.

LS4Doch zurück zur LS-4. Für diese Serie wurde das Wortmann-Profil noch einmal überarbeitet. Auch gab es Änderungen bei der Position der Querruder. Gegenüber der LS-1f wurde das Rumpfvorderteil der LS-4 wieder geräumiger. Bei der Version LS-4a wurde u.a. das maximale Fluggewicht auf 525 kg erhöht. Zuvor hatten sich bei der Weltmeisterschaft 1981 in Paderborn 16 von 27 Piloten für die LS-4 entschieden, wobei der Franzose Marc Schroeder mit einer LS-4 den Titel gewann. Der Siegeszug der LS-4 hatte begonnen.

 
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