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Aktuelles
Ausübungsvoraussetzungen für LAPL(S)/SPL Drucken
Samstag, 9. Mai 2015

"Darf ich zurzeit mit meinem Schein fliegen?" Diese Frage stellen sich die Segelflugpiloten oft und leider fiel die Antwort in den letzten Jahren immer wieder anders aus. Dass hier irgendetwas im Langzeitgedächtnis bleibt, ist praktisch ausgeschlossen. Verhält man sich jedoch nicht korrekt, kann es sein, dass man unberechtigt fliegt, mit der Konsequenz, dass im schlimmsten Fall bei einem Schaden die Versicherungen die Regulierung verweigern.

Die Frage, ob man sich hier vorsätzlich, grob fahrlässig oder nur fahrlässig verhält, wenn man fliegt, ohne genau zu wissen, ob man berechtigt ist, kann man leider wie so oft nicht eindeutig beantworten und hängt vom Einzelfall ab. Sicher ist, dass das Luftamt in den vergangenen Tagen die neuen Voraussetzungen nach EASA vor Ort prüft, insbesondere auch die erforderlichen zwei Schulstarts mit Fluglehrer auf Segelflugzeugen innerhalb der letzten 24 Monate.

Hier kursierte noch vor der Einführung der neuen Lizenzen die Meinung, dass mit Scheinumschreibung diese Voraussetzung automatisch als erfüllt gilt. Dies scheint aber nicht in allen Bundesländern von den Luftämtern so gesehen zu werden, wie es aussieht auf jeden Fall nicht im Bereich des LAN.

Hier nochmal die Voraussetzungen, die in der FCL.140.S festgelegt sind:

FCL.140.S LAPL(S) — Anforderungen hinsichtlich der fortlaufenden Flugerfahrung

a) Segelflugzeuge und Motorsegler. Inhaber einer LAPL(S) dürfen die mit ihrer Lizenz verbundenen Rechte auf Segelflugzeugen oder Motorseglern nur ausüben, wenn sie in den letzten 24 Monaten auf Segelflugzeugen oder Motorseglern, außer TMG, mindestens Folgendes absolviert haben:

  (1) 5 Stunden Flugzeit als PIC einschließlich 15 Starts;
  (2) 2 Schulungsflüge mit einem Lehrberechtigten;

b) TMG. Inhaber einer LAPL(S) dürfen ihre Rechte auf einen TMG nur ausüben, wenn sie

  (1) auf TMGs in den letzten 24 Monaten Folgendes absolviert haben:
    i) mindestens 12 Flugstunden als PIC einschließlich 12 Starts und Landungen sowie
    ii) eine Auffrischungsschulung von mindestens einer Stunde Gesamtflugzeit mit einem Lehrberechtigten.
  (2) Wenn der Inhaber der LAPL(S) auch die Rechte zum Fliegen von Flugzeugen besitzt, können die Anforderungen gemäß Nummer 1 auf Flugzeugen erfüllt werden.

c) Inhaber einer LAPL(S), die die Anforderungen gemäß Buchstabe a oder b nicht erfüllen, müssen, bevor sie ihre Rechte wieder ausüben dürfen,

  (1) eine Befähigungsüberprüfung mit einem Prüfer auf einem Segelflugzeug bzw. einem TMG ablegen oder
  (2) die weiteren Flugzeiten oder Starts und Landungen absolvieren, wobei sie mit Fluglehrer oder alleine unter der Aufsicht eines Lehrberechtigten fliegen, um die Anforderungen gemäß Buchstabe a oder b zu erfüllen.

FCL.230.S SPL — Anforderungen hinsichtlich der fortlaufenden Flug­erfahrung

Inhaber einer SPL dürfen die mit ihrer Lizenz verbundenen Rechte nur ausüben, wenn sie die Anforderungen hinsichtlich der fortlaufenden Flugerfahrung gemäß FCL.140.S erfüllen.

Abschließend sei noch bemerkt, dass diese Voraussetzungen auch für Fluglehrer FI(S) gelten. Die beiden Schulflüge müssen von dem Fluglehrer im persönlichen Flugbuch bestätigt sein! (jz)

 
SERA jetzt gültig Drucken
Sonntag, 28. Dezember 2014

SERA ist die Abkürzung für „Standardised European Rules of the Air“. Seit dem 11. Dezember 2014 gelten diese neuen europäischen Luftverkehrsregeln auch in Deutschland. Jeder aktive Pilot ist deshalb verpflichtet, sich mit der SERA zu befassen und die dort festgelegten neuen Vorschriften zu beachten!

Beim LVB-Fliegertag am 07.02.2015 in Ansbach wird es dazu einen eigenen Vortrag von LVB Justizar Frank Dörner geben. Michael Eschenbacher hat hierzu eine Zusammenfassung erstellt, die ihr hier herunterladen könnt.

Ich empfehle jedoch sehr, sich auch mit der offiziellen Verordnung (Durchführungsverordnung Nr. 923/2012 vom 26. September 2012) vertraut zu machen. Diese könnt Ihr auch bei der DFS herunterladen. Dort findet Ihr unter anderem auch die NFLs für die neu eingerichteten RMZs (Radio Mandatory Zone), sowie die nun neu geltenden Mindestwerte für die Sichtflugbedingungen in verschiedenen Lufträumen. (jz)

 
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